Max's Blog

Einen Tag Erholung

In Austin Kleons Beitrag: „I am no longer weakened by the weekend“ und im Podcast The Happiness Lab mit Dr. Laurie Santos werden Ideen zur Erholung vorgestellt. Beide Beiträge ziehen dabei einen ganzen Tag Pause in Betracht. Zuerst klingt das sehr viel. Gerade bei einem arbeitsreichen Hobby nutzt man gerne den Sonntag oder das Wochenende. Genau darauf geht Kleon in seinem Beitrag ein. Er nimmt auf Gedanken Bezug, die jeder von uns kennt: „Am Sonntag habe ich keine Termine. Endlich Zeit für viel Sport, Zeit mit der Familie und ein neues Design für meine Website.“ Und schon stehen wieder reichlich Termine an. Dabei könnte ein kompletter Tag Pause, von allen Arbeiten, für wirkliche Erholung sorgen. So könnten zum Beispiel spontan Tätigkeiten unternommen werden die gut für die Gesundheit wären. Eine Idee aus „The Happiness Lab“ verweist auf die hohe Stundenanzahl die wir sitzend am Laptop verbringen – die am Sabbath möglichst herunter gefahren werden sollte. Diese Zeit könnte am Erholungstag mit einem Spaziergang oder einem guten Buch verbracht werden. Für mich sind diese Ideen gerade aufgrund ihrer langen Tradition und großen Beliebtheit interessant. Genauso weiß ich aber auch aus eigener Erfahrung, wie gut so ein Tag Pause tun kann – wenn man ihn sich zugesteht.

Unter Beobachtung

In einem psychologischen Experiment wollten die Forscher:innen herausfinden, ob ein unterbewusstes Gefühl „unter Beobachtung zu stehen“ ausreicht, damit wir „besser“ handeln. Genauer gesagt ging es um das Bezahlen eines selbstgewählten Betrages in einer Kaffeeküche. Dort wurden, wöchentlich wechselnd, Bilder mit starrenden Augen oder Blumen aufgehängt. In den „Augen-Wochen“ zahlten die Proband:innen deutlich mehr (bis zu 3x so viel), als in den „Blumen-Wochen“. Diesen Effekt führt Daniel Kahneman auf die symbolische Mahnung des „unter Beobachtung stehens“ zurück. Demnach veranlassten die Augen-Bilder die Proband:innen unterbewusst dazu, sich besser zu verhalten, also mehr zu bezahlen (vgl. Kahneman, Schnelles denken, S.79). Genau diesen Effekt will ich mit Austin Kleon’s „Ideenstammbaum“ kombinieren. Dabei steht seine Arbeit im Zentrum. Kleon’s Ideengeber sind unter Anderem Andy Warhol und Henry David Thoreau (der zum Beispiel auch Corita Kent inspirierte). So hoffe ich, dass diese Ideengeber meine Arbeit „beobachten“ und mich zu besserem Handeln veranlassen.