Max's Blog

Mörder, Macht und Angst

Wovor haben wir eigentlich Angst? Wie wahrscheinlich ist es, dass wir in unser Wohnzimmer gehen und da sitzt ein Mörder? Ein richtiger Mörder, wie man sich den vorstellt. Also der hat eine Träne unter’m Auge tätowiert, einen Anker auf dem Oberarm, eine Augenklappe und guckt richtig grimmig.Der ist halb Mörder, halb Pirat.Mit mehreren funkelnden Goldzähnen im Mund und diagonal zwei Holzstöcke als Arm-und Beinprothese. Er sieht aus, wie ein riesiges, fleischgewordenes Mikado-Spiel.Also schon eine Person, bei der man schnell die Straßenseite wechselt, wenn man sie draußen trifft. Was genau macht uns da Angst?Natürlich haben wir Angst vor dem Tod, weil wir ja weiterleben wollen (im Normalfall).Aber ich glaube, wir haben auch Angst davor, unsere Macht auf kleinster Ebene zu verlieren; nämlich die Macht, uns selbst am Leben zu erhalten. Macht ist für mich auch immer ein bisschen ein beängstigendes Konzept.Macht und machen, das ist ja allein vom Wortstamm schon eng verknüpft. Dabei handelt es sich um die altgotisch-slawische Form des Wortes „magan“, die wiederum im althochdeutschen auftaucht und bla bla bla.Da steckt ein Potential dahinter, etwas zu tun. Das heißt, unsere Macht ist die Größe unseres Handlungspotential’s. Klar ist: Wer Macht hat, kann damit krasse Sachen machen. Das veranlasst Menschen wirklich dazu, etwas zu verändern. Denn noch nie hat jemand gesagt: „Hey, ich bin so mächtig, ich will einfach auf der Couch liegen, Essen bestellen und meine Macht genießen.“Also sind mächtige Menschen entweder voll am Start und wandelnde Vorbilder für positive Veränderungen (Merkel, die Obama’s) oder sie missbrauchen ihre Macht und beuten andere Menschen aus. Natürlich gibt’s noch etwas dazwischen, aber das liegt nicht im Rahmen dieses Textes (und ist nebenbei auch viel zu diplomatisch, um wirklich interessant zu sein). Aber das finde ich schon etwas beängstigend, wie unkontrolliert sich dieses Handlungspotential ausbreiten kann. Als bräuchte die elektrisierende Wirkung der Macht einen Ausweg.Dann kann sie entweder als mächtiger Blitz in ein Haus einschlagen, Menschen verletzen oder ihnen Leid zufügen, was eine schreckliche Sache wäre.Oder diese elektrische Macht könnte in Energie umgewandelt werden, die Menschen zu Gute kommt und ihr eigenes Handlungspotential erweitert. Egal ob die Angst vor holzbeinigen Mörder-Piraten berechtigt ist oder nicht, wir alle haben die Macht etwas zu verändern – sowohl zum Positiven, als auch zum Negativen.Mir wäre es lieber, wir akzeptieren unsere Angst, aber bleiben mutig und sind uns im Klaren darüber, dass die Macht der Anderen unsere eigene Macht gar nicht einschränkt. Im Gegenteil, sie vergrößert unser gemeinsames Handlungspotential. Macht ist gut, wenn wir uns zusammentun und dadurch neue, großartige Dinge erschaffen.

Witze schreiben

Alle die meinem Blog und Newsletter folgen, werden bemerkt haben, dass ich mich viel mit Comedy beschäftige. Hier sind einige Dinge, die von Seinfeld, Mark Normand und Ricky Gervais über ihren Schreibprozess gehört habe: Am Anfang steht die Frage „Was finde ich witzig“? Jerry Seinfeld trennt seinen Schreibprozess in zwei unterschiedliche Phasen: In der ersten Phase erlaubt er sich frei zu spielen und bringt seine Ideen intuitiv und ohne Filter auf’s Papier. Dabei behandelt er sich wie ein Baby, indem er alles tun darf und sich dabei noch ermutigt. In der zweiten Phase nimmt er die Rolle eines strengen Kontrolleurs ein. Jetzt prüft er jede Zeile genau. Dabei streicht er Wörter, verändert Silben und ist hart und ehrlich zu sich selbst. Mark Normand führt sich seine witzigen Ideen immer wieder vor Augen. Irgendwann fühlt sich sein Gehirn schrecklich, weil alles so unvollständig ist. Dadurch ist es angespornt, den „Code zu knacken“, um den Witz zu vervollständigen. Ricky Gervais hebt Ehrlichkeit und Wahrheit für gute Geschichten hervor (Make the ordinary extraordinary).

Humor

 

Die Taube: Ein edles Tier

Die Stadttaube hat einen grotesk schlechten Ruf. Aber irgendetwas muss sie doch können. Wie hat sie es geschafft, Picasso zu inspirieren? Was ist das Beste und Schönste, was Tauben vollbringen? Die Aufzucht der Küken Nach der Geburt werden die ungeschützten Baby-Tauben mit feinster Kropf-Milch gefüttert und von ihren Eltern wortwörtlich unter ihre Fittiche genommen. Während andere Vogelarten Fleisch erbeuten müssen, produziert die Taube das Eiweiß für die Jungen selbst. Picasso und die Tauben Picasso studierte Tauben schon als kleines Kind, da sein Vater eine Taubenzucht besaß. Seine Liebe zu den Tauben hielt zeitlebens an. So hielt er Tauben in seinem Atelier und ließ sie immer wieder Teil seiner Werke werden. Sogar bis auf’s Plakat des Weltfriedenkongresses hat es die Taube geschafft. Ehe und Elternschaft der Taube Die Stadttaube lebt hauptsächlich in monogamen Beziehungen. Zudem ziehen die Eltern die Kinder gemeinsam auf. Solange, bis sie selbst fliegen lernen (also immerhin 30 Tage lang). Fazit Auch wenn eine Stadttaube im Jahr über 10kg Kot verlieren kann, ist sie ein edles Tier. Sie kümmert sich liebevoll um ihre Jungen, lebt in harmonischer Zweisamkeit und ist ein Symbol für den Frieden in der Welt.