Max's Blog

Ist Sport ein Beruf?

Grundsätzlich wird bei den meisten Wissensarbeiten nichts produziert, mit dem man zu einem späteren Zeitpunkt etwas Anderes kaufen könnte. Nach Adam Smith handelt es sich deshalb um „unproduktive Arbeit“. Bei der „produktiven Arbeit“ hingegen, wird etwas hergestellt, mit dem später etwas Anderes erworben werden könnte. So zum Beispiel bei der Holzfertigung oder im Kunststoffgewerbe. Trotzdem ist „unproduktive Arbeit“ wichtig, weil sie, gemäß Smith’s Arbeitsdefinition, „Rohstoffen einen Wert hinzufügt.“ Dieser besteht im Sport darin, Menschen Erfahrungen zu ermöglichen und ihnen Freude an Bewegung vorzuleben. Ich finde, diese Arbeitsdefinition auf eine Art sehr ermutigend. „Einer Sache Wert hinzufügen“, wirkt auf mich wie eine Würdigung der eigenen Arbeit. Meine Hoffnung ist, dass dieser Gedanke, zumindest einer Leser:in, die am Wert ihrer Arbeit zweifelt, einen anderen Blickwinkel eröffnet.  

8 Stunden „was wir wollen“

Durch „Wohlstand der Nationen“ dem Klassiker von Adam Smith und „Nichts tun“ von Jenny Odell, denke ich in letzter Zeit viel über unsere Arbeitswelt nach. Dabei bin ich auf einen Slogan von Robert Owen gestoßen: „8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Ruhe und 8 Stunden für was wir wollen.“ Damals bezog sich diese Forderung vor Allem auf die Senkung der horrenden Arbeitszeiten. Diese betrugen teilweise 13-14 Stunden. Bei den Stunden, die die Menschen zur freien Verfügung haben, können sie selbst entscheiden, was sie machen, sie können aber auch nichts tun. Eine mögliche Verwendung für diese „was wir wollen“-Zeit bietet Benjamin Hardy. Er versucht mindestens 60% seiner freien Zeit mit dem Lernen zu verbringen.