Max's Blog

Warum ich meditiere

Ein Überblick

Die Meditation ist seit längerem eine viel diskutierte Praxis.

Dabei kann man zwischen verschiedenen Formen unterscheiden. Zum Einen gibt es die Metta-Meditation oder auch Liebende-Güte-Meditation. Diese Praxis wurde über Jahrhunderte entwickelt und hat das Ziel, tief empfundene positive Gefühle hervorzurufen.

Die Praxis, der ich mich zur Zeit zuwende, heißt Achtsamkeitsmeditation. Barbara Fredrickson schildert in ihrem Buch „Die Macht der guten Gefühle“ was dabei genau passiert.

„Achtsamer zu werden bedeutet also, Ihren inneren Erfahrungen volle Aufmerksamkeit zu schenken, ohne sie zu beurteilen. Sie treten im Geiste einen Schritt von Ihrem Gedankenstrom und Ihren Empfindungen zurück, um eine weitere Perspektive in Bezug auf Ihre Gedanken zu erlangen. Durch Übung lernen Sie, den Inhalt ihres Geistes ruhig zu beobachten, ohne emotional zu reagieren. Sie lernen, einen Gedanken einfach nur als Gedanken zu akzeptieren. Es ist lediglich eine Erscheinung in Ihrem Geist, die auftaucht, Form annimmt und vorübergeht – ebenso wie sich unter den Wolken am Himmel ein bestimmtes Muster bildet, um sich alsbald wieder aufzulösen.

Eine kurze Meditationsanleitung

Das Prinzip der Achtsamkeitsmeditation ist einfach, wohingegen das Bemerken positiver Effekte etwas Geduld erfordert.

Zuerst entscheidet man sich für einen Sitz. Die einzige Bedingung ist ein gerader Rücken, wobei vom Liegen eher abgeraten wird, weil man sonst schnell abschweifen könnte. Ich meditiere gerne auf einem Stuhl – wobei auch ein Meditationsbänkchen oder ein Kissen geeignet sind.

Zu Beginn stellt man einen Timer auf 5 Minuten. Die Hände liegen entspannt auf den Oberschenkeln. Nun kann mit tiefer (hörbarer) Einatmung durch die Nase und Ausatmung durch den Mund begonnen werden. Nach einigen Atemzügen werden die Augen geschlossen.

Dann fängt man an, die Schwere und Kontaktpunkte des Körpers zu bemerken. Hierfür kann man sich wieder einige Momente Zeit nehmen. Im nächsten Schritt wird der Körper vom höchsten Punkt des Kopfes, in gleichmäßiger Geschwindigkeit, bis hin zu den Zehenspitzen gescannt. Dabei bemerkt man lediglich die Empfindungen und scannt gleichmäßig weiter.

Nach dem sogenannten „Body-Scan“ wendet man sich wieder der Atmung zu. Zuerst bemerkt man die Empfindungen und Bewegungen beim Ein- und Ausatmen: Wo spürt man den Atem? Wo vernimmt man die Bewegung der Lunge? Während man den Atemzügen weiter folgt, fängt man an, diese zu zählen. Von 1 bei der Einatmung, bin hin zu 10. Und dann wieder von vorne.

Dabei wird es passieren, dass die Gedanken abschweifen. Der Fokus auf die Atmung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren gehen. Das passiert und ist ganz normal. Auch wenn die Gedanken mal für einige Sekunden um etwas ganz anderes kreisen, kehrt man nachsichtig zur Atmung zurück.

Welche App kann helfen?

Ich verwende seit über einem Jahr „Headspace“ und bin sehr zufrieden.

Die deutschen Anleitungen sind sehr gut übersetzt. Am häufigsten nutze ich die Tagesmeditation (die jeden Tag eine neue, kurze Einführung bietet). Auch die Kurse zu verschiedenen Emotionen sind schön gestaltet und behandeln zudem noch andere Formen der Meditation, wie z.B Visualisierungen.


 

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